Edlinger Günther "ohne Titel", Galerie ARTEG (Ausschnitt)

RAHMENPROGRAMM
ARTfair
INNSBRUCK

RAHMENPROGRAMM &
SIDE EVENTS
ARTfair INNSBRUCK
 

Die ARTfair Innsbruck legt seit mehr 25 Jahren großen Wert darauf, zur Eröffnung und während der Messetage, ein für Aussteller und Publikum interessantes Rahmenprogramm mit Mehrwert zu organisieren.

Neben professionellen Besucherführungen, informativen Podiumsdiskussionen, Charity-Aktionen, kuratierten Performances und ARTfair-Specials ist auch die traditionelle hochkarätige Sonderschau ein Anziehungspunkt für Kunstinteressierte und Kunstschaffende.

2021 wurde anlässlich des 25. Jubiläums erstmals ein ARTfair Innsbruck Kunstpreis vergeben.

SONDERSCHAU
& SPECIALS
EIN ÜBERBLICK
 

 


FRIEDENSREICH 
HUNDERTWASSER


Sonderschau 2021
Galerie W|O|S, Zürich/CH

Hundertwasser in Innsbruck
Hundertwasser, der begnadete Künstler der Formen und Farben, der die Seele des Menschen direkt anspricht, ist heute gefragter denn je. Die Galerie WOS aus Zürich zeigt an der Art Innsbruck rund fünfzig seltene Arbeiten, welche die persönliche Handschrift des Künstlers tragen, der sich zeitlebens für die Natur, die Umwelt und den menschlichen Lebensraum stark einsetzte.

Ein echter Visionär
Friedensreich Hundertwasser (1929 – 2000) gilt als einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Doch er war viel mehr als das. Er war Visionär, Architekt der Harmonie und politischer Geist. Als überzeugter Umweltaktivist setzte er sich schon früh für die Erhaltung der natürlichen Lebensräume ein und forderte ein Leben in Einklang mit den Gesetzen der Natur. Er verfasste zahlreiche Manifeste, hielt Vorträge und gestaltete Plakate zugunsten des Naturschutzes, gegen die Kernenergie, zur Rettung der Meere und Wale und zum Schutz des Regenwaldes.

 

Einmalige Schätze aus Hundertwassers Schaffen
Mit seiner Vordenkerrolle und seinem Engagement passt er genau in die heutige Zeit, weshalb sein grafisches Schaffen jetzt ein echtes Revival erlebt. Aus diesem Anlass präsentiert die Galerie WOS fünfzig ausgesuchte Exponate und auch erstmals ausgestellte Grafiken: Unikate bekannter Werke wie «Der Hut von Rom», «Blaue Tränen» oder «Alphabet». Alle von Hundertwasser persönlich überabreitet, mit Kommentaren versehen und handkoloriert sowie Probeabzüge mit Collage-Elementen. Eine einmalige Gelegenheit für Liebhaber und Sammler dieses bemerkenswerten Künstlers.

 

Es gibt nur wenige grafische Werke
Obschon Hundertwasser durch sein breites künstlerisches Schaffen omnipräsent zu sein scheint, ist sein druckgraphisches Werk sehr klein und daher umso wertvoller. Es besteht aus 11 Rotaprint-Lithographien, 13 Lithographien, 33 Serigraphien, 40 japanischen Farbholzschnitten, 19 Radierungen, 7 Druckgrafiken in Mischtechnik und 1 Linolschnitt. Hundertwasser war zudem stets darauf bedacht, auf den grafischen Blättern selbst genaue Werkangaben zu machen, sie persönlich handschriftlich zu signieren und mit japanischen Inkans zu stempeln, um lückenlose Techniken und Entstehungsdaten des Werkes zu dokumentieren.

 

Keine kommerziellen Seriendrucke
Hundertwasser hat seine Grafiken nie endlos gedruckt. In der blossen Multiplikation manifestierte sich für ihn die Sterilität der von ihm bekämpften geraden Linie. Daher bestehen viele seiner Grafikauflagen aus unterschiedlichen Farbkompositionen und Druckvarianten. So ist zum Beispiel kein einziges der 10’002 Blätter der Grafik «Nights Homo Humus Come Va How do you do» identisch. Es gelang es ihm, so viele verschiedene Blätter herzustellen, wie die Auflage hoch ist. Eine unvergleichlicher Effort.

 


JOHN KIKI
GROßFORMATE


Sonderschau 2020
Galerie W|O|S, Zürich/CH

Ein Höhepunkt der ARTfair Innsbruck 2020 bildete eine imposante Messe-Sondershow mit über 20 grossformatigen Werken des international bekannten englischen Künstlers John Kiki, geboren 1943 in Zypern.

Die bekannten Schweizer Galeristen Daniel Wahrenberger, Claudius Ochsner und Thomas Schafflützel, welche 2020 gemeinsam die Galerie WOS gründeten, haben hierfür einen einmaligen Fundus an Museumsbildern nach Innsbruck gebracht.

John Kiki studierte in den sechziger Jahren an der Camberwell Art School und an der Royal Academy of Arts in London. Sein persönlicher Mentor zu dieser Zeit war Frank Auerbach. Vor rund 50 Jahren zog es John Kiki an die Ostküste Englands, um sich weg vom Rummel ganz seiner Kunst zu widmen - auch wenn es ihn immer wieder nach London und New York zog, um sich weiter zu entwickeln.

Seine unverkennbaren, figurativen und farbenfrohen Kunstwerke sind heute auf der ganzen Welt zu sehen und trotzdem rar, da er oft über Jahre an einem Gemälde arbeitet, dieses immer wieder verändert und verbessert, bis es lebendig und seinen hohen Ansprüchen gerecht wird.

John Kiki gilt als Ausnahmekünstler und ist heute in zahlreichen Museen, namhaften Kunstsammlungen und an internationalen Kunstmessen vertreten.

 


KLASSISCHE MODERNE TIROLS: NACHLASS HERBERT DANLERS


ARTfair Special I 2020
Galerie Hartl, Wien/AT

Dass dem Werk des Stubaitaler Malers, Grafikers und Radierers Herbert Danler einige Jahre nach seinem Ableben eine derart große Wertschätzung entgegengebracht wird, spricht für die Qualität seiner Kunst, die mittlerweile den Status einer nicht mehr wegzudenkenden Institution in der Klassischen Moderne Tirols ausmacht.

Herbert Danler, der nach der Matura in Innsbruck das Malerhandwerk erlernte und im elterlichen Betrieb in Fulpmes sein erstes Geld verdiente, entschloss sich, 1952 nach Wien zu gehen, um bei keinem geringeren als Professor Herbert Boeckl mit dem Studium an der Akademie der bildenden Künste, zu beginnen. 

Geschult durch das akademische Vorbild beginnt er – 1957 nach Tirol zurückgekehrt, neben der beruflichen Tätigkeit als Lehrer und Kunsterzieher, die Arbeit als freischaffender Künstler, wobei er sich als Maler, Lithograf und Radierer seinen Platz in der ersten Reihe der Tiroler Kulturlandschaft geschaffen hat.

Die geistige Aufbruchstimmung, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Schaffenszeit Herbert Danlers und ist gekennzeichnet vom Bestreben, die in der Realität vorgefundenen Motive in jene nach seinen momentanen Empfinden gültigen Formenwerte zu zergliedern und mit diesen Bausteinen neue Raumordnungen im Bild zu schaffen. Dieser Zugang lässt es zu, wie kaum ein anderer Künstler ein „Inneres Bild“ zu zeichnen, ein Bild, das sich dem Charakter einer Vedute entzieht, übertriebene Modernismen meidet, dennoch zeitgemäß ist und auf dem Spiel von Form und Farbe seinen Ausgang findet.

Danlers Motivwahl – oft konzentriert er sich auf einen Landschaftsausschnitt, ist stets mit der Bekanntschaft des Bewohners oder der Bewohner der Umgebung der Behausung einhergegangen. Er scheute sich nie, mit den Menschen in Kontakt zu treten. Die Geschichte und das Schicksal der Bewohner seiner „porträtierten Motive“ hat ihn stets interessiert und inspiriert, doch keineswegs bewogen der menschlichen Figur im Bild Aufmerksamkeit zu schenken. Der Mensch als Landschaftsgestalter, als Hüter der Geheimnisse und Geschichten, die das alte Gemäuer verbirgt, bleibt vernachlässigt und dennoch gelingt es ihm, ihn im Kern der Aussage evident zu halten. Seinen oft archaisch wirkenden Architekturen lastet viel Geschichte an. Der Interpretation und Fantasie ist mit seinen durch Fenster, Tore, Laubengänge, aufgebrochenen Mauerwerken viel Spielraum geboten, er vergleicht sie mit Augen, Ohren, Nasen und Mündern des Menschen und orientiert sich am Naturschauspiel, das Schluchten, Lawinen und Wasserfälle bieten. Herbert Danler vermittelt trotz Rückzug vom Naturvorbild, Dank kräftigem Duktus, Einsatz starker Farbigkeit, die oft vom Lokalkolorit abweicht und vor allem durch seinen mit viel Weiß gepaarten starken, pastosen Farbauftrag eine Illusion, die sich der dritten Dimension täuschend nähert. Seine künstlerischen Intentionen waren immer dahin gehend ausgerichtet, die erlebte Wirklichkeit mit der Spontanität des Augenblicks, der Emotion und der zum Zeitpunkt des Schaffens gültigen Idee wieder zu geben.

Der Landschaftsmaler Danler war auch als glänzender Porträtist zu erleben, was in den Augen vieler Kunstexperten nicht verwundert, da die Auffassung, Parallelen zwischen beiden Sujets zu finden, durchaus legitim ist. In der Auffassung mancher scheint der Kontakt beim Erfassen einer Landschaft ein ähnlicher zu sein, wie beim Erfassen einer Persönlichkeit. Selten praktizierte Exkurse in das Fach des Stilllebens runden neben Arbeiten im öffentlichen Raum die Palette der Sujet-Wahl ab. Der bemerkenswerte Auftritt Danlers als Lithograf und Radierer hängt mit dem Erfolg als Maler eng zusammen. Vermag er in den stark an die Fläche gebundenen Steindrucken – ähnlich der Malerei seiner Burgen, Berghöfe, Kirchen, Kapellen u. a. m. – Plastizität und Tiefe abzuringen, so begegnet uns in der Radierung, in der „Technik mit der Nadel“ – ähnlich dem Zeichenstift, eine Meisterschaft, die die archaischen Lebensumstände als tägliche, harte Wirklichkeit schonungslos vor Augen führt.

 


ZEITGENÖSSISCHE KUNST
AUS SÜDAFRIKA

ARTfair Special II 2020

ARTsouthAFRICA, Kapstadt, ZA

Unter der Leitung von Barbara Lenhard und in Zusammenarbeit mit ihrem Partner und Kurator Florian Gast werden die Werke von mehr als sechs äußerst spannenden Künstlern unterschiedlichster Genres gezeigt.

Kunst, die reist, Kunst, die zugänglich ist und gefällt, Kunst, die Menschen zusammenbringt und Kommunikation startet, das sind ein paar der Leitmotive der in Deutschland geborenen Powerfrau Barbara Lenhard, die seit über zehn Jahren in Südafrika lebt und sich seit mehr als sechs Jahren professionell mit Kunst in bzw. aus Südafrika beschäftigt. Verschiedene Projekte rund um das Thema Kunst sind die Hauptaktionsfelder von Barbara Lenhard und hierbei ist es ihr wichtig, dass keine Grenzen gesetzt sind und Menschen gemeinsam agieren, um ein optimales Ergebnis für alle zu erzielen.

„Südafrika hat eine äußerst lebendige und spannende Kunstszene und nach meiner Erfahung reagiert das europäische Publikum mehr als positiv auf diese Kunst. Was liegt also näher, eine Auswahl von Künstlern in einer Sonderschau auf einer Messe Besuchern in Innsbruck vorzustellen, nachdem München uns so toll aufgenommen und willkommen geheißen hat“, so Lenhard.

„Kunst ist ein Spiegel der Gesellschaft, mit Kunst kann soviel gezeigt und durch Kunst kann soviel Kommunikation entstehen. Die auf der ART Innsbruck ausgestellten Werke sind von etablierten Künstlern, Künstlern, die allesamt in Südafrika in Galerien vertreten sind und wir arbeiten mit allen Künstlern auch seit vielen Jahren in unserer Wahlheimat Südafrika. Die Kunst zeigt die Vielfältigkeit des Landes und der Personen in jeder Beziehung. Ich möchte mich selbst nicht für eine Kunstrichtung entscheiden müssen, sondern liebe die Vielfalt und die Persönlichkeiten, die hinter jedem Werk stecken“ ergänzt Lenhard.

Die Tatsache, dass Barbara Lenhard und Florian Gast jeden Künstler persönlich kennen, macht das Kunsterlebnis noch eindrucksvoller, da neben der Kunst dem interssierten Besucher und Käufer eine persönliche Geschichte erzählt werden kann. Für die beiden Kuratoren ist das sehr wichtig, für beide Kunstliebhaber steht der Künstler mit im Mittelpunkt, es ist eine Einheit und man arbeitet im Team. Ohne die persönliche Beziehung zu den Künstlern würde das nicht das selbe sein und somit haben sich enge Beziehungen ergeben, die dem interssierten Kunstliebhaber auch beim Erwerb der Kunst zugute kommen und nebst professionellen Künstlerbiographien beim Kunsterwerb ein besonderes Erlebnis schaffen.

Es ist faszinierend, den beiden zuzuhören und die Begeisterung zu spüren, wenn sie von ihrem Beruf und ihrer Berufung sprechen. Die Tatsache, dass die verschiedenen Künstler seit mehreren Jahren mit den Kuratoren arbeiten, ist ein guter Beweis, dass Kunst Menschen verbindet und Kunst Leben verändert. Das steht ebenfalls für die beiden Kunstmenschen nebst der Liebe zum Land Südafrika weit oben auf ihrer Liste und sie wünschen sich, dass Kunstkäufer ihre Liebe zu Südafrika finden und als nächstes das Land besuchen und sich dann auch wieder mit ihnen treffen, um noch mehr von der faszinierenden zeitgenössischer Kunst im Land zu erfahren und zu erleben.

 


PRINTABLE
DRUCKGRAFIK DES
20. & 21. JAHRHUNDERTS 

Sonderschau 2019

Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT

Die Sonderschau „Printables“ zeigte einen Überblick der Druckgrafik aus der 2. Hälfte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Ein wichtiger Punkt war es, die zahlreichen, verschiedenen Techniken eines Druckes zu zeigen, wie z.B.: Holzschnitt, Lithografie, Radierung, Siebdruck, Aquatinta, usw.

Es wurden sowohl österreichische Künstler wie Hermann Nitsch, Günter Brus, Arnulf Rainer, Gottfried Helnwein, Peter Kogler usw. gezeigt, als auch internationale Beispiele der Druckgrafik mit Werken von Andy Warhol, Le Corbusier, Victor Vasarely, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Jonathan Meese, um nur einige zu nennen.

 

Präsentierte Künstler der Sonderschau: Georg Baselitz, Günter Brus, Arnulf Rainer, Peter Kogler, Le Corbusier, Roy Lichtenstein, Markus Lüpertz, Gottfried Helnwein, Jonathan Meese, Hermann Nitsch, A.R. Penck, Arnulf Rainer, Robert Rauschenberg, Victor Vasarely, Andy Warhol, Max Weiler


POSITIONEN REALISTISCHER & PHANTASTISCHER KUNST IM INTERNATIONALEN KONTEXT


ARTfair Special  2019
Galerie Dikmayer, Berlin/DE

Zum nunmehr 7. Mal in Folge war die Galerie Dikmayer Berlin Mitte mit einem kuratierten ART Special zum Thema „Phantastischer Realismus“ auf der ART Innsbruck 2019 vertreten. In den vergangenen Jahren waren u.a. die wichtigsten Vertreter der in aller Welt bekannten aus Österreich kommende Wiener Schule des Phantastischen Realismus, wie z.B. Ernst Fuchs oder Rudolf Hausner, und deren Nachfolger zu sehen.
„Das Konzept der Galerie ist es, zeitgenössische und aktuelle Kunst in den Focus des Geschehens zu bringen und an einem herausragenden Standort des Kunsthandels wie der ARTfair Innsbruck zu präsentieren. Wir versuchen, Kunst zwischen Gegenstand und Abstraktion auszustellen. Ein Dogma gibt es dabei nicht, die Werke sollen einen hohen ästhetischen Anspruch und vor allem Qualität ausdrücken“, resümiert Dikmayer.

Wie in den vergangenen Jahren kooperiert die Galerie mit dem Henry van der Velde Museum - Haus Schulenburg Gera und dessen Direktor Dr. Volker Kielstein. Einige Künstler der Galerie waren bereits in Kabinett - und Einzelausstellungen im Museum vertreten, weitere werden folgen

 


100 JAHRE BAUHAUS
EINE GENIALE IDEE FÜR
MODERNE KUNST


ARTfair Special 2018
Galerie Dikmayer, Berlin/DE