
RAHMENPROGRAMM
& SIDE EVENTS
RAHMENPROGRAMM &
SIDE EVENTS
ARTfair INNSBRUCK
Die ARTfair Innsbruck legt seit Beginn an großen Wert darauf, zur Eröffnung und während der Messetage, ein für Aussteller und Publikum interessantes Rahmenprogramm mit Mehrwert zu organisieren.
Neben professionellen Besucherführungen, informativen Podiumsdiskussionen, Charity-Aktionen, kuratierten Performances und ARTfair-Specials ist auch die traditionelle hochkarätige Sonderschau ein Anziehungspunkt für Kunstinteressierte und Kunstschaffende.
ART-SPECIALS
MESSEJAHR 2026
REX | LAB
ALGORITHMUS, MATERIAL
& MASCHINE
ARTfair Special 2026
Universität Innsbruck, Fakultät für experimentelle Architektur
Wie wird aus digitalem Design ein physisches Kunstwerk? Das REX|LAB der Universität Innsbruck unter der Leitung von Prof. Marjan Colletti zeigt auf der ARTfair Innsbruck das Zusammenspiel von Algorithmus, Robotik und Material. Bei der robotischen 3D-Fertigung entstehen live Schicht für Schicht einzigartige Formen und faszinierende Farbübergänge. Ein spannender Einblick in die Verbindung von Technologie, Experiment und künstlerischer Gestaltung.
Im Mittelpunkt steht dasvFused Deposition Modeling (FDM), eine Maschine, die digitale Entwurfsdaten unmittelbar in physische Formen übersetzt und den Entstehungsprozess live sichtbar macht.
Strukturen, Muster und Formen werden algorithmisch und digital entwickelt und anschließend Schicht für Schicht aufgebaut. Dabei treffen präzise digitale Steuerung und das unvorhersehbare Verhalten des Materials aufeinander.
Die künstlerische Auseinandersetzung untersucht, wie weit sich Maschine, Material und Form kontrollieren lassen und wie zugleich deren Eigenlogiken bewusst als gestalterische Parameter eingesetzt werden können.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Farbkombinationen und fließenden Farbübergängen, die unmittelbar während des Druckprozesses entstehen. Jeder Druck entwickelt dadurch eine eigene materielle und chromatische Identität.
Das REX|LAB versteht sich als experimentelles Labor an der Schnittstelle von Architektur, Kunst, Robotik, digitaler Fabrikation und Materialforschung. Die live produzierten Arbeiten machen diesen Prozess unmittelbar erfahrbar und zeigen additive Fertigung nicht nur als Herstellungstechnik, sondern als eigenständiges gestalterisches und künstlerisches Medium. Algorithmus, Maschine und Material werden dabei zu aktiven Akteuren eines offenen Produktionsprozesses, dessen Ergebnis vor Ort entsteht und unmittelbar Teil der Ausstellung wird
HOMMAGE AN
PHILOMENA PICHLER
BILDERWALD
ARTfair Special 2026
Hommage an Philomena Pichler, Wien/AT
Ein Opus, das zum Schauen, Entdecken und Staunen einlädt, der wohl außergewöhnlichsten Opus von Philomena Pichler: der Bilderwald.
Über viele Jahre hinweg entwickelte und erschuf die Künstlerin eine ganz eigene Welt aus Bäumen, die auf den ersten Blick wie farbenprächtige Objekte erscheinen. Bei genauerem Hinsehen eröffnet sich jedoch eine schier unendliche Fülle an Bildern, Formen, Farben und kleinen Geschichten.
In den einzelnen Bäumen verarbeitete Philomena Pichler zahlreiche ihrer bereits geschaffenen Bilder und Bildausschnitte. Aus diesen vielen einzelnen Elementen entstand etwas völlig Neues: ein lebendiger, immer wieder anders erfahrbarer Bilderkosmos.
Doch der Bilderwald will nicht nur betrachtet werden. Er will entdeckt und erlebt werden. Die einzelnen Bäume lassen sich drehen und eröffnen dadurch immer neue Perspektiven. Was eben noch verborgen war, wird plötzlich sichtbar. Ein Detail führt zum nächsten, ein Bild taucht auf, verschwindet wieder und erscheint aus einem anderen Blickwinkel in völlig neuer Wirkung.
Genau diese spielerische Idee war Philomena Pichler wichtig: dass man immer wieder etwas Neues findet und Freude am Schauen hat. Der Bilderwald lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, näher heranzutreten und sich auf die vielen kleinen Überraschungen einzulassen.
So wird aus vielen einzelnen Bildern ein großes, wandelbares Gesamtkunstwerk – ein Opus, das sich nicht in einem einzigen Blick erfassen lässt.
Philomena Pichlers „Bilderwald“ ist eine Einladung zum Schauen. Zum Drehen. Zum Entdecken. Und dazu, immer wieder einen neuen Blickwinkel zu finden.
Auf der ART Innsbruck im Oktober wird dieses außergewöhnliche Opus als eigenständige Präsentation gezeigt und eröffnet den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, in die faszinierende Bilderwelt von Philomena Pichler einzutauchen.
ORIGINAL VINTAGE PRINTS
& AMERICANA GRAPHIC ART
1960–1970
ARTfair Special 2026
GALARTERY fine art - A. LUI Gmeiner, Innsbruck/AT & Wien/AT
Diese außergewöhnliche Kollektion vereint originale Cartoons, Illustrationen und Werbegrafiken aus dem ikonischsten amerikanischen Magazin der 1960er Jahre - PLAYBOY. Jedes Exponat ist ein authentischer Vintage-Print, entnommen aus zeitgenössischen Originalausgaben und dokumentiert eine Epoche kultureller, gesellschaftlicher und gestalterischer Transformation.
Die präsentierten Werke reichen von humoristischen Cartoon-Kompositionen bis zu kunstvoll gestalteten Werbeanzeigen, die heute als eigenständige Beispiele amerikanischer Populärkultur und Grafikgeschichte betrachtet werden. Ihre visuelle Sprache spiegelt den Optimismus, die Eleganz und den gesellschaftlichen Wandel einer Ära wider, die Design, Werbung und Illustration nachhaltig geprägt hat.
Im Fokus stehen originale Magazinseiten im Format A4 und A5, deren hochwertige Illustrationen und grafische Kompositionen weit über ihren ursprünglichen Veröffentlichungszweck hinausgehen. Als gerahmte Einzelstücke entfalten sie eine eigenständige ästhetische Präsenz und verbinden nostalgischen Charme mit zeitloser visueller Kraft.
Jedes Blatt ist zugleich Kunstwerk, Zeitdokument und Sammlerobjekt. Die Arbeiten eröffnen einen authentischen Blick auf die Bildsprache des amerikanischen Mid-Century-Designs und schlagen eine Brücke zwischen Editorial Art, Pop-Art, Illustration und klassischer Werbekunst.
Originale Vintage-Prints. Keine Reproduktionen. Keine Nachdrucke. Sondern authentische Zeugnisse einer stilprägenden Epoche mit ständig steigendem kulturhistorischen Wert.
KI IN DER KUNST MITTELWERT
ARTfair Special 2026
Atila-Atila, Innsbruck/AT
Was entsteht, wenn künstliche Intelligenz unzählige Gesichter zu einem einzigen vereint? Mit MITTELWERT präsentiert Atila-Atila eine künstlerische Auseinandersetzung mit KI-generierten Porträts, die menschlich wirken und doch keine konkrete Person zeigen. Ein spannender Blick auf die Schnittstelle zwischen Technologie, Kunst und Identität – und auf die Frage, was ein Gesicht eigentlich ausmacht.
Das Wort ist ohne Theorie lesbar:
ein Gesicht, das aus vielen Gesichtern gerechnet ist und deshalb keines ist. Wer den Titel hört, erwartet kein Porträt einer bestimmten Person, sondern eine Durchschnittsform. Genau das stellt die KI.
Falls es noch direkter sein soll:
Kein Modell. Das schließt das sitzende Gegenüber aus und sagt, dass das Gesicht vom System kommt.
Mittelwert trägt die Sache trotzdem weiter, weil es das Verfahren nennt und nicht nur die Absage.
BETTINA
HEINEN-AYECH FOUNDATION
SELTEN ODER ERSTMALS GEZEIGTE WERKE
ARTfair Special 2026
Bettina Heinen-Ayech Foundation, München-DE
Kunst als Brücke zwischen Europa und Algerien – zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart - hochkarätige museale Sonderausstellung der Bettina Heinen-Ayech Foundation München als Zeichen für die Verbindung von Kunstmarkt, kulturellem Erbe und kunsthistorischer Forschung
Erstmals erfährt die Bettina Heinen-Ayech Foundation der deutsch-algerischen Malerin Bettina Heinen-Ayech (1937–2020) eine umfassende Solo-Ausstellung im Rahmen einer internationalen Kunstmesse. Gezeigt werden ausgewählte Hauptwerke aus ihrem umfangreichen Nachlass, darunter zahlreiche selten sowie teilweise bislang noch nie öffentlich präsentierte Arbeiten. Sie dokumentieren eindrucksvoll die künstlerische Entwicklung einer außergewöhnlichen Malerin, deren Werk heute verstärkt kunsthistorische Aufmerksamkeit erfährt.
Mit dieser hochkarätigen musealen Sonderausstellung der Bettina Heinen-Ayech Foundation München setzt die ARTfair Innsbruck, Österreichs traditionsreichste internationale Kunstmesse, zugleich ein Zeichen für die Verbindung von Kunstmarkt, kulturellem Erbe und kunsthistorischer Forschung und richtet den Blick auf eine der herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts
Eine außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit zwischen Europa und Nordafrika
Bettina Heinen-Ayech zählt zu den eigenständigsten Landschaftsmalerinnen der europäischen Nachkriegskunst. Nach ihrer Ausbildung an der Kölner Werkschule sowie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf entwickelte sie früh eine unverwechselbare Bildsprache, deren besondere Qualität in der unmittelbaren malerischen Erfassung von Licht, Atmosphäre und Farbe liegt. Ihre meist unmittelbar vor der Natur entstandenen Aquarelle und Ölgemälde zeichnen sich durch außergewöhnliche Leuchtkraft, gestische Freiheit und hohe emotionale Dichte aus.
Einen entscheidenden Wendepunkt nahm ihr Leben Anfang der 1960er-Jahre mit ihrer Reise nach Algerien. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann, den algerischen Architekten Mohammed Ayech, kennen. Nach der Unabhängigkeit des Landes entschied sie sich bewusst für ein Leben in Algerien – eine außergewöhnliche Entscheidung für eine europäische Künstlerin jener Zeit. Dort entstand über Jahrzehnte ein einzigartiges Werk, das Landschaften, Städte und Menschen Nordafrikas mit großer Sensibilität und künstlerischer Eigenständigkeit festhält.
Bis heute genießt Bettina Heinen-Ayech insbesondere in Algerien einen außergewöhnlichen Stellenwert. Sie gilt als bedeutende Kulturvermittlerin zwischen Europa und Nordafrika und als eine der wichtigsten europäischen Künstlerinnen, die das Land über Jahrzehnte hinweg malerisch dokumentiert haben. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen Museen und renommierten Privatsammlungen in Europa und Nordafrika und waren Gegenstand zahlreicher Ausstellungen.
Die Foundation als wissenschaftliche und kulturelle Institution
Die in München ansässige Bettina Heinen-Ayech Foundation versteht sich als Kompetenzzentrum für Leben und Werk der Künstlerin. Sie widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung, Dokumentation und Digitalisierung des umfangreichen Nachlasses ebenso wie dessen konservatorischer Sicherung. In Zusammenarbeit mit Museen, Universitäten, Stiftungen und weiteren Kulturinstitutionen entstehen Ausstellungen, Publikationen und Forschungsprojekte, die das Werk Bettina Heinen-Ayechs dauerhaft im kunsthistorischen Diskurs verankern.
Darüber hinaus engagiert sich die Foundation für den kulturellen Austausch zwischen Deutschland, Österreich, Algerien und dem Mittelmeerraum. Damit bewahrt sie nicht nur das künstlerische Vermächtnis Bettina Heinen-Ayechs, sondern führt deren lebenslanges Anliegen fort: Kunst als verbindende Sprache zwischen Kulturen und Gesellschaften zu verstehen.
Die Präsentation auf der ARTfair Innsbruck markiert einen weiteren Meilenstein dieser Arbeit. Erstmals wird das Werk Bettina Heinen-Ayechs im Rahmen einer bedeutenden Kunstmesse in einer eigens kuratierten musealen Ausstellung vorgestellt und damit dem Kunsthandel ebenso wie Museumsvertreter:innen, Kurator:innen und einem breiten kunstinteressierten Publikum zugänglich gemacht.
Johanna Penz, Gründerin und Direktorin der ARTfair Innsbruck, und die Bettina Heinen-Ayech Foundation München betonen die Bedeutung dieser besonderen Zusammenarbeit:
„Die 30. Ausgabe der ARTfair Innsbruck ist für uns ein besonderer Anlass, den Blick nicht nur auf die Gegenwartskunst, sondern auch auf Künstlerpersönlichkeiten zu richten, deren Werk heute neue kunsthistorische Relevanz gewinnt. Mit der erstmaligen musealen Präsentation von Bettina Heinen-Ayech im Rahmen einer internationalen Kunstmesse bringen wir Kunstmarkt, kunsthistorische Forschung und kulturellen Austausch auf einzigartige Weise zusammen. Dass dabei überwiegend selten und teilweise noch nie öffentlich gezeigte Werke präsentiert werden, verleiht dieser Sonderausstellung eine besondere kunsthistorische Bedeutung und macht sie zu einem einzigartigen Erlebnis für Sammler:innen, Museumsfachleute und das kunstinteressierte Publikum. Wir möchten das außergewöhnliche Lebenswerk einer Künstlerin sichtbar machen, die zwischen Europa und Algerien Brücken gebaut hat und deren Bilder bis heute Brücken zwischen Kulturen schlagen. Gerade in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen sehen wir in der Kunst eine verbindende Kraft, die über Grenzen hinaus wirkt und nachhaltige kulturelle Begegnungen ermöglicht.“
Mit der musealen Sonderausstellung unterstreicht die ARTfair Innsbruck ihren Anspruch, aktuelle Positionen des Kunstmarktes mit kunsthistorischen Perspektiven zu verbinden. Die Jubiläumsausgabe präsentiert Galerien und renommierte Künstler:innen aus mehr als 20 Nationen und setzt zugleich ein Zeichen für Kunst als Medium des kulturellen Austauschs und der Verständigung. Die Kooperation mit der Bettina Heinen-Ayech Foundation München steht beispielhaft für diesen Anspruch und zeigt, dass eine Kunstmesse heute weit mehr sein kann als ein Marktplatz – nämlich auch ein Ort kultureller Verantwortung und wissenschaftlicher Auseinandersetzung.
POSITIONEN REALISTISCHER & PHANTASTISCHER KUNST IM INTERN. KONTEXT 2026
ARTfair Special 2026 - Sequel
Galerie Dikmayer Berlin Hauptstadt Galerie, Berlin/DE
Werke die auf der 30. ARTfair Innsbruck 2026 von der Galerie Dikmayer Berlin Hauptstadt Galerie präsentiert werden (wird laufend aktualisiert)
Die Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur im Sinne der Berichterstattung genutzt werden unter Angabe der ausstellenden Galerie Dikmayer Berlin Hauptstadt Galerie.
Der renommierte Galerist Joachim Dikmayer präsentiert erneut ein sorgfältig kuratiertes ART Special unter dem Leitthema „Phantastischer Realismus“.
Die Galerie Dikmayer Berlin Hauptstadt Galerie in Berlin pflegt eine enge Kooperation mit dem Haus Schulenburg in Gera – einem architektonischen Kleinod, das regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeigt. Im Mittelpunkt stehen Werke des 20. Jahrhunderts sowie bedeutende Positionen der Gegenwart. Mehrere Künstlerinnen und Künstler der Galerie waren bereits mit Einzelausstellungen und Kabinettausstellungen in renommierten Museen vertreten; weitere spannende Präsentationen sind bereits in Planung. In den letzten Jahren wurden unter anderem Arbeiten führender Vertreter der international angesehenen Wiener Schule des Phantastischen Realismus gezeigt – darunter herausragende Künstler wie Ernst Fuchs und Rudolf Hausner sowie deren Nachfolger.
Im Mittelpunkt des Galerieprogramms steht die zeitgenössische Kunst. Ziel ist es, diese auf namhaften Plattformen des Kunstmarkts – wie etwa der ARTfair Innsbruck – wirkungsvoll zu präsentieren. Dabei wird eine spannungsreiche Verbindung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion angestrebt, ohne sich dogmatisch festzulegen. Entscheidend sind dabei vor allem ästhetische Qualität und künstlerische Exzellenz.
Schule ist nicht gleich Schule
Ein Text von Joachim Dikmayer, Diplom-Kulturwissenschaftler& Galerist
Vor allem wenn es um Malerei oder Bildende Kunst geht.
Als ich 2011 die Urväter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, zunächst Ernst Fuchs und später Arik Brauer, in ihren Ateliers im Phantastenmuseum Wien kennenlernte, war eines klar: Sterne am Himmel kommen und können schnell im Universum „verglühen“.
Immer wieder konnte ich in Kunstkreisen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und weiteren Ländern Europas feststellen, dass die Wiener Schule und deren nächste Generation so gut wie nicht bekannt war. Einzelne Künstler schon, wie Fuchs und Hausner.
Vor einigen Jahren sagte ich im Interview mit einem österreichischen Radiosender, der von der ART Innsbruck berichtete: „Ein Berliner Galerist holt die weltweit berühmte Schule nach Österreich zurück“.
Bei den Großmeistern und Gründern dieser weltberühmten Richtung gab es diese Einordnung nicht. Ernst Fuchs sagte mir, dass er den Begriff „Wiener Schule“ nicht gut findet. Arik Brauer wollte die Dinge nicht so malen, wie man sie sieht, sondern was hinter ihnen steckt. Sein Ziel war es, die Welt mit all ihren positiven und auch negativen Facetten zu zeigen. Das Malen war für ihn eine Art "waches Träumen".
Wie dem auch sein. Die Kunstwissenschaft und Medien haben dafür gesorgt, dass man es so übernommen hat und umschreibt.
Der von Johann Muschik in den 1950er Jahren geprägter Begriff kann als eine Strömung in der österreichischen Kunst angesehen werden. Sie steht dem Surrealismus nahe und beschreibt die wichtigste Richtung des phantastischen Realismus. Die Malweise wirkt nicht abstrahierend oder abstrakt, sondern orientiert sich an der technischen Perfektion der Alten Meister, wie Bottichelli, da Vinci, Donatello, van Eyck, Dürer, Michelangelo u.a.
Die Motive sind phantastisch-unwirkliche Kreationen, manchmal mit schockierenden, apokalyptischen Inhalten, oft mit einer Orientierung am Manierismus. Ab der ersten gemeinsamen Ausstellung im Wiener Belvedere 1959, der bald weitere Ausstellungen auch im Ausland folgten, erzielte die Wiener Schule ihren Durchbruch zu internationaler Rang. Eine besondere Breitenwirkung erreichte ihre Kunst über Druckgrafiken in großer Auflage sowie durch zahlreiche Schüler.
Selbst die Bilder Caspar David Friedrich, der zurzeit mit großen Ausstellungen zu seinem 250 Jahre Jubiläum gefeiert wird, gehört zu deren Inspiration.
Auch heute stellen sich Künstler und nachfolgende Künstlergeneration, der sogenannten the next generation, wie Rainer Stern, Peter Gric, Fritz Jantschka, Peter Proksch, Otto Rapp und Michael Fuchs selbstbewusst hinter der technisch perfekten und feinsinnigen Malereien der Altmeister und Romantik. Sie orientieren sich mit Humor und Ironie an den Werken der Gründern der Wiener Schule Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rudolf Hausner, Anton Lemden.
Im Kern geht es ihnen darum, sich von anderen Kunstströmungen, wie der ungegenständlichen Kunst abzuheben. Sie nicht zu negieren, sondern davon zu lernen und den ästhetischen Wert weiter zu entwickeln. Gerade in den 50iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war das ein mutiger Schritt, denn ideologisch wollte man sich nicht am Naturalismus der National-sozialisten erinnert wissen.
Daher habe ich mit Erich Peichl, Chef des Phantasten Museums Wien, ein Konzept besprochen und deren Vertreter zu einer ersten zusammenhängenden Preview mit 50 Kunstwerken im Herbst 2011 für 6 Wochen nach Berlin Mitte in meine Galerie auf der Fischerinsel eingeladen. Die Ausstellung war ein großer Erfolg.
In den Folgejahren, ab 2013 prägte jede Sonderschau der Galerie Dikmayer Berlin | Hauptstadt Galerie, auf der ART Innsbruck und später ARTfair Innsbruck das Spezial „Neue Positionen gegenständlicher, abstrakter und phantastischer Kunst“. Besonders auch auf der bevorstehenden ARTfair.
Neben Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rainer Stern und Rita Stern versammelten sich im Laufe der Jahre Künstler der Galerie, wie Jens Fasel, Klaus Grape, Torsten Gebhardt, Hartwig Jacoby, Bernd Schiller, Jutta Maria Clemens, Yvonne Bautz, Peter Kurgan, Erwin Lehrmann und Gisela Lehmann, um einige stellvertretend für alle zu nennen.
Insgesamt kommt die Galerie auf 15 Sonderschauen, zählt man die diesjährige dazu. 2-mal hintereinander war sie auf der ART Salzburg vertreten. Besonders 2019 zum Thema „100 Jahre Bauhaus“, gab es ein erfolgreich präsentiertes Special in Kooperation mit dem weltweit angesagten „Henry van der Velde Museum - Haus Schulenburg Gera“ mit Original Möbeldesign von Marcel Breuer und Malerei von Bernd Schiller. Das Museum ist diesjähriger Gewinner des „Europäischen Kulturerbe Preises / Europa Nostra Award 2024“.
Und hier liegt das Besondere und das Konzept der kuratierten Sonderschauen zu den ART Innsbruck Messen: Strömungen, Stile, Einordnungen, Schulen in der Bildenden Kunst bilden kein Dogma, sondern sind für die Künstler geistige und schöpferische Inspirationsquelle.
Joachim Dikmayer, Berlin
ARTfair INNSBRUCK
CHARITY AKTION
MIT DEM LIONS CLUB

Diese Kunstwerke können 2026 durch Loskauf für den guten Zweck, bei der 30. Jubiläumsausgabe der ARTfair Innsbruck gewonnen werden!
Seit vielen Jahren organisiert die ARTfair Innsbruck in Kooperation mit dem Lions Club Innsbruck Goldenes Dachl ein exklusives ART-Charity Gewinnspiel.
Mit einer Geldspende nehmen die Loskäufer automatisch an der Verlosung von einer Vielzahl an herausragenden Kunstwerken der ARTfair Innsbruck teil.
Zur Verfügung gestellt werden die Kunstwerke von Aussteller:innen der ARTfair Innsbruck (Galerien und Künstler:innen).
Alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich.
Neben den Loskäufen können alle Kunstliebhaber an der Lionsbar einen Arterol oder einen anderen Spezialcocktail genießen und gleichzeitig etwas Gutes tun!
Die Kooperation zwischen dem Lions Club Goldenes Dachl Innsbruck und der ARTfair Innsbruck garantiert eine unbürokratische und schnelle Hilfe für in Not geratene Menschen.
Loskauf während der ARTfair Innsbruck Öffnungszeiten: im Lions Stand und bei den „fliegenden“ Lions-Mitgliedern, die in der Halle unterwegs sind.
Die Kunstwerke konnten an allen Messetagen besichtigt werden. Die Verlosung findet am Messesonntag statt.
Wir danken allen Galerien und Künstlern, welche die Charity Aktion auch 2026 unterstützt haben:
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Renate Lucchese - Galerie Dikmayer
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Joachim Rudert – GALARTERY fine art
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Denise Ecke de Eckerl – GALARTERY fine art
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Sabine Huber – artroom21
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Northing Ulrike – GALARTERY fine art
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Goetz Birgit – GALARTERY fine art
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Christina Seidl – artroom21
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Elfriede Kutzner – Vienna Artforum
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Isolde Engeljehringer – Vienna Artforum
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Silvia Ehrenreich – Vienna Artforum
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Josef Aigner – artroom21
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Britta Landgraf – Vienna Artforum
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Katja Gehrung – artroom21
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Gunther Kerbes – GALARTERY fine art
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Katja Gehrung - artroom21
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Biancoscuro Gallery
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Heinz Aschenbrenner - GALARTERY fine art
„Als Gründungsmitglied des Lions Club Innsbruck Goldenes Dachl bedanke ich mich sehr für die großzügige Unterstützung unserer Aussteller (Galeristen und Künstler) durch die unentgeltliche Zurverfügungstellung von Kunstwerken für unser ART-Charity-Gewinnspiel. Alle beteiligten Lions-Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Der Erlös aus den Losverkäufen kommt zu 100 % hilfsbedürftigen und in Not geratenen Menschen in unserem Land zugute.“
Dir. Johanna Penz
Gründerin und Veranstalterin der ARTfair Innsbruck
WORK ON PROGRESS
LIVEHERSTELLUNG VON
ORGINALGRAPHIKEN/
LITOGRAPHIEN
ARTfair Special 2026
Alois Achatz, Druckwerkstatt Burg Obernberg am Inn
Im Jahr 1997 gründete Johanna Penz die damals unter dem Namen „editions of art“ bekannte Kunstmesse, die in der Halle 1 der Messe Innsbruck stattfand.
Bereits im Folgejahr wurde die Veranstaltung in „ART Innsbruck“ umbenannt und etablierte sich als jährlich stattfindende Messe. Bis zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 blieb der Name bestehen, bevor die Messe im Zuge einer Modernisierung neu gestaltet wurde. Seither trägt sie den Namen ARTfair Innsbruck, erhielt ein neues Logo und zog in die moderne Olympiaworld Innsbruck um.
Trotz Ausdehnung des Messeprogrammes auf alle Bereiche der Bildenden Kunst ab dem zweiten Messejahr bleibt in Anlehnung an die Gründungszeit ein kleiner nostalgischer Fokus weiterhin auf der Präsentation der spannenden traditionsreichen Kunstgattung „Originalgrafik und Edition“. In diesem Zusammenhang unterstützt uns seit Jahren die Druckwerkstatt Burg Obernberg am Inn, um den Messebesuchern das Thema Druckgrafik didaktisch und mittels „work on progress“ näherzubringen
Am Stand der „Druckwerkstatt Burg Obernberg am Inn“ haben die Besucherinnen und Besucher der ARTfair Innsbruck die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden: Sie können eine kleine Druckplatte gravieren und anschließend an der Radierpresse drucken. Diese kreative Werkstatt wird von dem Künstler Alois Achatz betreut.
Darüber hinaus präsentiert Alois Achatz an den Ausstellungswänden eine ausgewählte Kollektion seiner Heliogravüren. Die Heliogravüre, ein edles Kupfertiefdruckverfahren, das Fotografie und Radierung in einer Technik vereint, wurde um 1875 entwickelt und ist heute nur noch selten zu sehen.
ALLE SONDERSCHAU
& ARTFAIR SPECIALS
SEIT 1997 - EIN ÜBERBLICK
KI in der Kunst
Hybrid - The unfixed Artifact
KI in der Kunst
Digitale Vergänglichkeit
Positionen realistischer und phantastischer Kunst 2025
Unnützes Leben
Die Kinder vom Spiegelgrund
ARTfair Specia Live Performance 2025
realisiert durch
Alois LUI Gmeiner
& GALARTERY fine art, Innsbruck/AT
WAR PIGS
PANTHEON I-VIII.2024
KI in der Kunst
Augmented Reality
Positionen realistischer und phantastischer Kunst 2024
Die Kreativität als größte
existierende Rebellion
Exploration of Dimensions
KI / NFTs
Positionen realistischer und phantastischer Kunst
ARTfair Special - Sequel 2023
realisiert durch
Galerie Dikmayer, Berlin/DE
mehr lesen
The Art of Kosher Destillation
& Dusan Stevlik's Art Photography
Green Art Statements &
NFT Collections
Positionen realistischer und phantastischer Kunst
30 Jahre Galerie Dikmayer
Friedensreich Hundertwasser
mehr 50 ausgewählte Werke
Herbert Danler
Klassische Moderne Tirols
Printable – Druckgrafik des
20. und 21. Jahrhunderts
Auswahl zeitgenössischer
Kunst aus Südafrika
100 Jahre
Bauhaus-Schule
Mia Florentine Weiss
seven days left - free unfree
Sonderschau 2018
realisiert durch
artdepot, Innsbruck/AT
interpretations
of nude
ARTfair Special Dezember 2016
realisiert durch
Milionart, Innsbruck/AT
Mel Ramos
Pin-Up Girls
Sonderschau Jänner 2016
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
Francis Bacon Drawings
& Wilhelm Senoner Sculptures
Sonderschau 2015
realisiert durch
Milionart, Innsbruck/AT
Vladimir Valentsov
Russian Art
ARTfair Sepcial 2015
realisiert durch
M. Video, Moscow/RU
Le Corbusier &
The Authentic Icons
Sonderschau 2014
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
„Searching for Paradise“
Armenian Art
ARTfair Special 2014
realisiert durch
Gallery 25, Gyumri/ARM
„Kunst – Design – Kunst“
Ein Querschnitt
Sonderschau 2013
realisiert durch
Galerie Rhombergm, Innsbruck/AT
Pop Life!
Warhol meets Bogin
Sonderschau 2012
realisiert durch
Milionart, Innsbruck/AT
Russian Art
Ein Querschnitt
ARTfair Sepcial II 2012
realisiert durch
M. Video, Moscow/RU
„op art“ – Kunst der Täuschung
mit begehbarer Camera Obscura
Sonderschau 2011
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
Die Kunst der Druckgrafik-Reproduktion
Sonderschau 2010
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
Hermann Nitsch
Druckgrafisches Werk
Sonderschau 2009
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
Fotographie im Fokus
Sonderschau 2008
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
Josef Ebnöther
Eine Personale
Sonderschau 2007
realisiert durch
Galerie am Lindenplatz, Vaduz/LI
Vom Dadaismus zum Surrealismus
Eine Werkschau
Sonderschau 2007
realisiert durch
Kunsthandel Stock, Wien/AT
Heinz Mack
„Al Ghasali
Sonderschau I 2006
realisiert durch
Galerie am Lindenplatz, Vaduz/LI
Christine Pöschl
Rauminstallation
Sonderschau II 2006
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
Karina Wisniewska,
David Murray & Miriam Prantl
Sonderschau 2005
realisiert durch
Galerie am Lindenplatz, Vaduz/LI
Julia Bornefeld
Objekte und Skulpturen
Sonderschau 2004
realisiert durch
Galerie Thoman, Innsbruck/AT
„Fiat Lux“
Kunst von 43 Künstler
Sonderschau 2003
Galerie Thoman, Innsbruck/AT
Galerie Krinzinger, Wien/AT
Gunter Damisch
Arbeiten auf Papier & Bronze
Sonderschau 2002
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
Hans Staudacher
Retrospektive 1950 - 2000
Sonderschau 2001
realisiert durch
Galerie Rhomberg, Innsbruck/AT
"Junge Kunst"
Sonderschau 2000
realisiert durch
Stadt Innsbruck & Land Tirol
Andy Wahol &
Masters of Pop Art
Sonderschau 1999
realisiert durch
Galerie Ernst Hilger, Wien/AT
Alfred Hrdlicka: Druckgraphik – Bronze – Zeichnungen
Sonderschau 1998
realisiert durch
Galerie Ernst Hilger, Wien/AT
Laurence Gartel: 20 Jahre Computerkunst
ARTfair Special 1998
realisiert durch
Galerie der Gegenwart, Berlin/DE
Friedensreich Hundertwasser
fast alle Werke aus 15 Jahren
Sonderschau 1997
Edition Krombholz. Bergheim/DE
Galerie Schnake, Bergheim/DE
VEREIN
ART CONNECTDOOR
GOES ARTFAIR INNSBRUCK
PROJEKT "KI IN DER KUNST"
ARTfair Special 2025
ART ConnectDoor, Salzburg-AT
"hybrid - The Unfixed Artifact" des Kreativduo adhocrates collective
In einer Zeit, in der Algorithmen träumen und Maschinen lernen, durchläuft die Definition von „vollendeter Kunst“ eine tiefgreifende Transformation. „hybrid – The Unfixed Artifact“ präsentiert eine Auseinandersetzung mit der Mensch-Maschine-Kollaboration, in der die Grenze zwischen Schöpfung und Neuschöpfung verschwimmt.
Die Ausstellung zeigt Werke, die analoge und digitale Elemente verschmelzen und gleichzeitig im realen und virtuellen Raum existieren. Jedes Stück entsteht aus der Routine des Künstlerkollektivs – der manuellen, sorgfältigen Komposition – und wird anschließend in den algorithmischen Prozess der Maschine eingespeist. Das resultierende Werk ist eine greifbare Skulptur eines Entwurfs, angereichert mit virtuellen Elementen aus den Feedbackschleifen. Trotz dieses iterativen Prozesses bleibt jedes Ergebnis ein echtes Unikat und Original. Wir laden Sie ein, Zeuge dieses neuen kreativen Dialogs zu werden, in dem die Einzigartigkeit der Kunst durch die Kommunikation zwischen menschlicher Intuition und Künstlicher Intelligenz nicht verloren geht, sondern verstärkt wird.
Kathi Macheiner und Lilo Krebernik bilden das in Wien und Altenmarkt ansässige Kreativduo adhocrates collective. Sie haben sich einen Namen gemacht für Arbeiten an der Schnittstelle von Kunst, Design und Technologie.
Ihre Praxis ist von einem tiefgreifenden Verständnis für Kollaboration und Dialog geprägt und führt oft zu interaktiven, ortsspezifischen Installationen und Interventionen im öffentlichen Raum. Der Name „adhocrates“ spiegelt ihre Kernphilosophie wider: Sie integrieren das Spontane, das Kontextbezogene und die oft improvisatorische Natur von „Ad-hoc“-Lösungen. Dieser Ansatz ermöglicht es ihnen, fließend zwischen Disziplinen zu operieren und dabei analoges Handwerk konsequent mit digitalen Werkzeugen zu verschmelzen.
In ihrer aktuellen Arbeit "hybrid – The Unfixed Artifact" untersuchen Macheiner und Krebernik die Routinen und ethischen Dimensionen der Mensch-Maschine-Kollaboration. Sie positionieren Künstliche Intelligenz nicht als Ersatz, sondern als aktiven Partner, der den künstlerischen Schaffensprozess grundlegend transformiert.
Schiele´s Ghost / Schiele´s Ghost Reloaded von S. Myselle (Stephanie Meisl)
Schiele’s Ghost ist ein fortlaufendes KI-Kunstprojekt von S. Myselle, das auf einem Trainingsdatensatz mit über 400 Bildern von Egon Schiele basiert. Durch maschinelles Lernen entstehen neue Bildvariationen, die Spuren von Schieles Stil tragen, aber nie identisch sind – „same same, but different“.
Ziel ist nicht die Kopie, sondern eine algorithmische Übersetzung seiner Essenz, unter direkter kuratorischer Steuerung durch die Künstlerin.
Schiele’s Ghost – Reloaded erweitert das Konzept: Hier werden Porträts zeitgenössischer Gesichter mit Schieles Einfluss mittels Midjourney / Prompt-Engineering verschmolzen, wodurch eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart entsteht.
Beide Projekte hinterfragen künstlerische Urheberschaft, Authentizität und die Rolle von Mensch und Maschine im kreativen Prozess.
Ausgewählte Werke wurden auch als NFT auf der Blockchain registriert, um digitale Einzigartigkeit und Besitz nachvollziehbar zu machen.
S. Myselle (Stephanie Meisl) ist eine Konzept- und Medienkünstlerin, Forscherin und Kuratorin, die an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Philosophie arbeitet. Ihre Projekte erforschen, wie künstliche Intelligenz, Wahrnehmung, Kreativität und künstlerische Identität neu definiert werden.
https://www.myselle.com/schieles-ghost/
KI IN DER KUNST
DIGITALE
VERGÄNGLICHKEIT
ARTfair Special 2025
Atila-Atila, Innsbruck/AT
Digitale Vergänglichkeit untersucht die Lebensdauer von KI-generierten Kunstwerken in einer Zeit, in der Bilder in Sekunden entstehen, sich vervielfältigen und wieder verschwinden. Künstliche Intelligenz produziert visuelle Welten, die unendlich reproduzierbar, aber nicht dauerhaft sind. Dieses Spannungsfeld zwischen digitaler Überfülle und ephemerer Existenz bildet den Ausgangspunkt der Arbeit.
Das Projekt erforscht, wie Vergänglichkeit und Nachhaltigkeit in digitalen Ästhetiken koexistieren können. Durch experimentelle Visualisierungen, algorithmische Archivierungsstrategien und gezielte Verfallsprozesse – etwa Bilder, die sich verändern, ausbleichen oder zerfallen – wird die Instabilität des Digitalen sichtbar.
So entsteht ein visuelles Labor für den digitalen Zerfall: ein Archiv, das nicht bewahrt, sondern das Verschwinden dokumentiert. Digitale Vergänglichkeit versteht sich als ästhetisch-medienkritische Untersuchung darüber, wie sich Erinnern, Verfall und Wertschöpfung im Zeitalter künstlicher Bildproduktion neu definieren.
Innsbruck am 16.10.2025
Atilla Demirkilic
POSITIONEN REALISTISCHER & PHANTASTISCHER KUNST IM INTER. KONTEXT 2025
ARTfair Special 2025 - Sequel
Galerie Dikmayer, Berlin/DE
Werke die auf der 29. ARTfair Innsbruck 2025 von der Galerie Dikmayer präsentiert werden (wird laufend aktualisiert)
Die Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur im Sinne der Berichterstattung genutzt werden unter Angabe der ausstellenden Galerie @Galerie Dikmayer

Schaffensprozess "Horror Vacui" von Bernd Schiller
Der renommierte Galerist Joachim Dikmayer präsentiert erneut ein sorgfältig kuratiertes ART Special unter dem Leitthema „Phantastischer Realismus“.
Die Galerie Dikmayer in Berlin pflegt eine enge Kooperation mit dem Haus Schulenburg in Gera – einem architektonischen Kleinod, das regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeigt. Im Mittelpunkt stehen Werke des 20. Jahrhunderts sowie bedeutende Positionen der Gegenwart. Mehrere Künstlerinnen und Künstler der Galerie waren bereits mit Einzelausstellungen und Kabinettausstellungen in renommierten Museen vertreten; weitere spannende Präsentationen sind bereits in Planung. In den letzten Jahren wurden unter anderem Arbeiten führender Vertreter der international angesehenen Wiener Schule des Phantastischen Realismus gezeigt – darunter herausragende Künstler wie Ernst Fuchs und Rudolf Hausner sowie deren Nachfolger.
Im Mittelpunkt des Galerieprogramms steht die zeitgenössische Kunst. Ziel ist es, diese auf namhaften Plattformen des Kunstmarkts – wie etwa der ARTfair Innsbruck – wirkungsvoll zu präsentieren. Dabei wird eine spannungsreiche Verbindung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion angestrebt, ohne sich dogmatisch festzulegen. Entscheidend sind dabei vor allem ästhetische Qualität und künstlerische Exzellenz.

Schule ist nicht gleich Schule
Ein Text von Joachim Dikmayer, Diplom-Kulturwissenschaftler& Galerist
Vor allem wenn es um Malerei oder Bildende Kunst geht.
Als ich 2011 die Urväter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, zunächst Ernst Fuchs und später Arik Brauer, in ihren Ateliers im Phantastenmuseum Wien kennenlernte, war eines klar: Sterne am Himmel kommen und können schnell im Universum „verglühen“.
Immer wieder konnte ich in Kunstkreisen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und weiteren Ländern Europas feststellen, dass die Wiener Schule und deren nächste Generation so gut wie nicht bekannt war. Einzelne Künstler schon, wie Fuchs und Hausner.
Vor einigen Jahren sagte ich im Interview mit einem österreichischen Radiosender, der von der ART Innsbruck berichtete: „Ein Berliner Galerist holt die weltweit berühmte Schule nach Österreich zurück“.
Bei den Großmeistern und Gründern dieser weltberühmten Richtung gab es diese Einordnung nicht. Ernst Fuchs sagte mir, dass er den Begriff „Wiener Schule“ nicht gut findet. Arik Brauer wollte die Dinge nicht so malen, wie man sie sieht, sondern was hinter ihnen steckt. Sein Ziel war es, die Welt mit all ihren positiven und auch negativen Facetten zu zeigen. Das Malen war für ihn eine Art "waches Träumen".
Wie dem auch sein. Die Kunstwissenschaft und Medien haben dafür gesorgt, dass man es so übernommen hat und umschreibt.
Der von Johann Muschik in den 1950er Jahren geprägter Begriff kann als eine Strömung in der österreichischen Kunst angesehen werden. Sie steht dem Surrealismus nahe und beschreibt die wichtigste Richtung des phantastischen Realismus. Die Malweise wirkt nicht abstrahierend oder abstrakt, sondern orientiert sich an der technischen Perfektion der Alten Meister, wie Bottichelli, da Vinci, Donatello, van Eyck, Dürer, Michelangelo u.a.
Die Motive sind phantastisch-unwirkliche Kreationen, manchmal mit schockierenden, apokalyptischen Inhalten, oft mit einer Orientierung am Manierismus. Ab der ersten gemeinsamen Ausstellung im Wiener Belvedere 1959, der bald weitere Ausstellungen auch im Ausland folgten, erzielte die Wiener Schule ihren Durchbruch zu internationaler Rang. Eine besondere Breitenwirkung erreichte ihre Kunst über Druckgrafiken in großer Auflage sowie durch zahlreiche Schüler.
Selbst die Bilder Caspar David Friedrich, der zurzeit mit großen Ausstellungen zu seinem 250 Jahre Jubiläum gefeiert wird, gehört zu deren Inspiration.
Auch heute stellen sich Künstler und nachfolgende Künstlergeneration, der sogenannten the next generation, wie Rainer Stern, Peter Gric, Fritz Jantschka, Peter Proksch, Otto Rapp und Michael Fuchs selbstbewusst hinter der technisch perfekten und feinsinnigen Malereien der Altmeister und Romantik. Sie orientieren sich mit Humor und Ironie an den Werken der Gründern der Wiener Schule Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rudolf Hausner, Anton Lemden.
Im Kern geht es ihnen darum, sich von anderen Kunstströmungen, wie der ungegenständlichen Kunst abzuheben. Sie nicht zu negieren, sondern davon zu lernen und den ästhetischen Wert weiter zu entwickeln. Gerade in den 50iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war das ein mutiger Schritt, denn ideologisch wollte man sich nicht am Naturalismus der National-sozialisten erinnert wissen.
Daher habe ich mit Erich Peichl, Chef des Phantasten Museums Wien, ein Konzept besprochen und deren Vertreter zu einer ersten zusammenhängenden Preview mit 50 Kunstwerken im Herbst 2011 für 6 Wochen nach Berlin Mitte in meine Galerie auf der Fischerinsel eingeladen. Die Ausstellung war ein großer Erfolg.
In den Folgejahren, ab 2013 prägte jede Sonderschau der Galerie Dikmayer Berlin | Hauptstadt Galerie, auf der ART Innsbruck und später ARTfair Innsbruck das Spezial „Neue Positionen gegenständlicher, abstrakter und phantastischer Kunst“. Besonders auch auf der bevorstehenden ARTfair.
Neben Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rainer Stern und Rita Stern versammelten sich im Laufe der Jahre Künstler der Galerie, wie Jens Fasel, Klaus Grape, Torsten Gebhardt, Hartwig Jacoby, Bernd Schiller, Jutta Maria Clemens, Yvonne Bautz, Peter Kurgan, Erwin Lehrmann und Gisela Lehmann, um einige stellvertretend für alle zu nennen.
Insgesamt kommt die Galerie auf 14 Sonderschauen, zählt man die diesjährige dazu. 2-mal hintereinander war sie auf der ART Salzburg vertreten. Besonders 2019 zum Thema „100 Jahre Bauhaus“, gab es ein erfolgreich präsentiertes Special in Kooperation mit dem weltweit angesagten „Henry van der Velde Museum - Haus Schulenburg Gera“ mit Original Möbeldesign von Marcel Breuer und Malerei von Bernd Schiller. Das Museum ist diesjähriger Gewinner des „Europäischen Kulturerbe Preises / Europa Nostra Award 2024“.
Und hier liegt das Besondere und das Konzept der kuratierten Sonderschauen zu den ART Innsbruck Messen: Strömungen, Stile, Einordnungen, Schulen in der Bildenden Kunst bilden kein Dogma, sondern sind für die Künstler geistige und schöpferische Inspirationsquelle.
Autor: Joachim Dikmayer, Berlin
UNNÜTZES LEBEN -
DIE KINDER VOM
SPIEGELGRUND
ARTfair Special Live Performance 2025
Alois LUI Gmeiner, GALARTERY fine art, Innsbruck/AT
Die von Alois LUI Gmeiner entwickelte Performance „Unnützes Leben – die Kinder vom Spiegelgrund“ greift eines der dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte auf: die NS-Kindereuthanasie im Wiener Spiegelgrund.
In einer künstlerisch wie emotional radikalen Auseinandersetzung erinnert das Projekt an jene Kinder, die zwischen 1940 und 1945 als „lebensunwert“ galten und in der „Kinderfachabteilung Am Spiegelgrund“ ermordet wurden.
Gmeiners Performance versteht sich als Akt des Gedenkens, der Provokation und der ethischen Verantwortung. Sie ruft in Erinnerung, was allzu oft verdrängt wird – und stellt unbequeme Fragen an unsere Gegenwart: Wie viel Mut hat Kunst heute noch? Wo bleibt der kritische Geist, der einst den Wiener Aktionismus weltberühmt machte?
Denn genau in Wien, der Stadt von Hermann Nitsch, Otto Muehl, Günter Brus und Rudolf Schwarzkogler, wurde Alois LUI Gmeiners geschichtsrelevante Arbeit nicht zugelassen. Die großen Wiener Kunstmessen, einst Orte des künstlerischen Aufbruchs, reagierten mit Absagen. „Das ist zu heftig“, „Das passt auf keine Kunstmesse“, „Das Thema ist zu brutal“ – so lauteten die Antworten.
Für Alois LUI Gmeiner ist das ein deutliches Zeichen für die Feigheit und Kommerzialisierung der Wiener Kunstszene, die ihre künstlerische Seele dem Profit opfert. „Die heutigen Messen sind Hochglanz-Verkaufsshows für die satte Oberschicht – gefällige Kunst statt gesellschaftlicher Relevanz. Echte, unbequeme Kunst, die schmerzt und Fragen stellt, ist dort unerwünscht“, so der Künstler, der zugleich Präsident von Ethik pro Austria ist – einem Verein, der sich der ethischen Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zukunft widmet.
Während Wien schweigt, wagt die ARTfair Innsbruck den Schritt, den sich die Hauptstadt nicht traut. Gründerin Johanna Penz gibt Alois LUI Gmeiner den Raum, den seine Arbeit verdient: „Sie versteht, dass Kunst mehr sein kann als Dekoration. Sie hat den Mut, den Wien verloren hat“, so Alois LUI Gmeiner.
Mit seiner Performance „Unnützes Leben – die Kinder vom Spiegelgrund“ knüpft Alois LUI Gmeiner an den Geist des Wiener Aktionismus an – kompromisslos, ehrlich und tief berührend. Sie wird zu einem künstlerischen Denkmal für die Opfer und zu einem Appell an die Gegenwart, nicht wegzusehen, wo Erinnerung und Verantwortung gefordert sind.
Es ist ein Mahnmal, ein Aufschrei, eine Anklage – und eine Aufforderung zur Zivilcourage: Alle ausgestellten Arbeiten und alle Utensilien werden während der Messe verkauft oder versteigert. 50 % des Erlöses gehen an eine gemeinnützige Kinderwohlfahrtsorganisation – als direkter Beitrag zum Schutz heutiger Kinder und als Mahnung, dass “Nie wieder” keine Phrase bleiben darf.
WAR PIGS
PANTHEON
I-VIII.2024
ARTfair Special 2024
Universität Pécs/Ungarn – Fakultät fürBildende Kunst und Musik
Die Universität Pécs bietet im Bereich Kunst zwei Programme an zu promovieren: bildende Kunst und Musik. Grundlage der aktuellen Programme war die Masterschule der Bildenden Künste der Janus-Pannonius-Universität (Vorgänger der heutigen Universität), auf die sich die erste Doktoranden-ausbildung in Ungarn zurückführen lässt. Die Doktorandenschule, die durch die Namen Ilona Keserü, István Bencsik, Sándor Rétfalvi und Imre Schrammel geprägt ist, hatte eine besondere Denkweise über die Ausbildung für Promovieren gefolgt, damals nur in der Doktorandenausbildung in bildender Kunst.
Neben der theoretischen Forschung ist die Konzentration auf kreative künstlerische Arbeit von besonderer Bedeutung. Unser Grundprinzip ist, dass in der Ausbildung die praktische künstlerische Tätigkeit nicht von der theoretischen Forschung getrennt oder vernachlässigt werden kann. Eine wichtige Säule der Ausbildung ist das auf enger fachlicher und menschlicher Zusammenarbeit basierende Verhältnis zwischen den Professoren und Promovierenden.
Auf der 28. ARTfair Innsbruck werden dieses Jahr einige Promovierenden Doktorandenschule für Kunst vorstellen. Sie repräsentieren die verschiedenen, für die Fakultät typischen Künste – Malerei, Bildhauerei, Keramik – und weisen gleichzeitig in ihren Werken einen einzigartigen Stil, eine ausdrucksstarke Sprache auf.
Sonderpräsentation „War Pigs Pantheon I-VIII.2024“ von Péter Lengyel
Die Werke von Péter Lengyel zu dieser Sonderpräsentation stellen die "Kriegsschweine" des letzten Jahrhunderts ins Pantheon des kollektiven Gedächtnisses. Die Skulpturen errichten ein Pantheon für die Hauptfiguren des blutigen 20. Jahrhunderts, einer Ära der ethnischen Säuberung und Entmenschlichung, die mit besonders grausamer Methodik und bürokratischen Mitteln durchgeführt wurde, um die Widersprüche des europäischen Gemeinschaftsgedächtnisses und vor allem die unvollständige Retrospektivität unserer Zeit zu konfrontieren.
Auf der Suche nach dem modernen Kontext des altgriechischen Begriffs Pantheon mag mancher an den gleichnamigen Hit von Black Sabbath denken, dessen Text das unvorstellbare Ausmaß der Verwüstung anschaulich darstellt, die den Menschen und seinen Geist im 20 zerstörte. Lengyel rekontextualisiert die Errungenschaft der antiken Architektur als gemeinsamen Erinnerungsraum und als Symbol des europäischen Kulturraums, um eine alternative Perspektive aufzuzeigen, die gleichzeitig das historische Bild dessen überschattet, was wir als eine konsistente Entwicklung basierende Zivilisation uns vorstellen mögen.
Es stellt sich die Frage, wie viel wir in dieser Zeit vergessen haben, um die Tatsache des Krieges in Europa wieder aufzugreifen. Die Idee einer solchen Wiederholung der Geschichte ist das Thema der großen Installation Khronoses. Die Verflechtung der Lippen von Joe Biden und Wladimir Putin suggeriert einen Moment der Versöhnung. Dieser besonders erotische Moment ist nicht nur homoerotisch, sondern eine Form der diplomatischen Begrüßung, die unter den führenden Politikern der sozialistischen Länder üblich war. Als berühmtester Kuss in der internationalen Politik gilt die extrem lange Begrüßung zwischen Leonid Breschnew und dem ostdeutschen Staatschef Erich Honecker. Doch hier zeigt der Kuss, der auf mehreren Ebenen zu verstehen werden könnte, den Moment des Abschieds. Die Körper der kleinen Soldaten, die von den Lippen der weltpolitisch maßgeblichen Führungspersönlichkeiten rausfließen, verdeutlicht die Willkür der Großmächte über das Schicksal des Einzelnen.
Auszug aus Balázs Som, im Új Művészet hier lesen!
Foto: Gábor Horváth S.
Übersetzung: Judit Sipos
KI IN DER KUNST
AUGMENTED
REALITY
ARTfair Special 2024
Gruppe ART ConnectDoor
Die Gruppe ART ConnectDoor mit Schiele‘s Ghost von s.myselle - D#AVANTGARDE, Bruno Peláez - AI / Digital Artist, Séverin Krön, C. Thx , Antoni Rayzhekov & Martin Murer präsentiert einen Messestand, der sich ganz der Künstlichen Intelligenz in der Kunst widmet. Die Gruppe zeigt innovative Werke, die durch den kreativen Einsatz von AI-Technologien entstanden sind, und bietet den Besuchern die Möglichkeit, die Schnittstelle zwischen moderner Technologie und Kunst hautnah zu erleben.
Ein besonderes Highlight ist das Projekt Schieles Ghost von S.myselle, das die klassische Kunst mit modernen KI-Technologien verbindet und so eine faszinierende Neuinterpretation ermöglicht. Zusätzlich können Besucher Kunstwerke erleben, die durch Animationen mit KI zum Leben erwachen, und somit einen völlig neuen Zugang zur digitalen Kunstwelt entdecken = Augmented Reality.
Hervorheben möchten wir auch die interaktive Installation "Between this and that is it" von Antoni Rayzhekov & Martin Murer.
„Between This and That is It“ ist ein interaktives Kunstwerk, das eine alte Schreibmaschine mit einer künstlichen Intelligenz erweitert und so mehrere Jahrzehnte der computergestützten Optimierung der Textproduktion miteinander verbindet. Das Kunstwerk verwendet ein auf Offline-Verarbeitung und maschinellem Lernen basierendes Sprachmodell, das in eine typische Büroschreibmaschine aus den 1980er Jahren eingebettet ist. In bewusster Abkehr von der allgegenwärtigen konversationellen Benutzeroberfläche basiert der Interaktionsstil auf einem klar definierten minimalistischen Muster, bei dem zwei vom Benutzer eingegebene Wörter durch ein drittes Wort ergänzt werden, das im Modell in der Mitte der beiden anderen liegt. Diese Interaktion lädt dazu ein, die Grenzen des semantischen Raums von Sprachmodellen zu erforschen und wirft Fragen zur Topologie der Bedeutung in Bezug auf Wahrhaftigkeit, Vorurteile und Klischees auf, indem sie eine halbintelligente poetische Co-Performance unter Einbeziehung des Publikums schafft. Mit diesem Projekt soll eine Diskussion über die kreative Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI im Rahmen von Technologien des maschinellen Lernens, die in Objekte aus der nahen Vergangenheit eingebettet sind, angeregt werden.
Mit dieser KI-Präsentation auf der 28. ARTfair Innsbruck möchten die Gruppe ART ConnectDoor zeigen, wie Künstliche Intelligenz den kreativen Prozess revolutioniert und gleichzeitig die Grenzen traditioneller Kunst neu definiert. Die Gruppe ART ConnectDoor lädt Kunstinteressierte und Fachbesucher gleichermaßen ein, sich von der Zukunft der Kunst
inspirieren zu lassen.
POSITIONEN REALISTISCHER & PHANTASTISCHER KUNST IM INTER. KONTEXT 2024
ARTfair Special 2024 - Sequel
Galerie Dikmayer, Berlin/DE
Werke die auf der 28. ARTfair Innsbruck 2024 von der Galerie Dikmayer präsentiert werden.
Die Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur im Sinne der Berichterstattung genutzt werden unter Angabe der ausstellenden Galerie @Galerie Dikmayer


Erneut stellt der renommierte Galerist Joachim Dikmayer ein exquisit kuratiertes ART Special unter dem Leitmotiv „Phantastischer Realismus“ vor.
Die Galerie Dikmayer in Berlin pflegt eine enge Kooperation mit dem Haus Schulenburg in Gera, das in seinem beeindruckenden architektonischen Ambiente regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeigt. Im Zentrum stehen dabei stets die Kunst des 20. Jahrhunderts und bedeutende Werke der Gegenwart. Mehrere Künstler der Galerie waren bereits in renommierten Einzelausstellungen sowie Kabinettausstellungen in Museen vertreten, mit weiteren vielversprechenden Präsentationen in Planung. In den vergangenen Jahren wurden Werke führender Vertreter der international anerkannten Wiener Schule des Phantastischen Realismus aus Österreich, darunter Größen wie Ernst Fuchs und Rudolf Hausner, sowie deren künstlerische Nachfolger gezeigt.
„Das Konzept unserer Galerie besteht darin, zeitgenössische Kunst in den Fokus zu rücken und auf herausragenden Plattformen des Kunstmarkts, wie der ARTfair Innsbruck, zu präsentieren. Unser Ziel ist es, eine spannungsreiche Verbindung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion zu schaffen. Dabei gibt es keine dogmatischen Vorgaben – die Werke müssen vor allem ästhetische Exzellenz und höchste Qualität verkörpern“, erläutert Dikmayer.

Schule ist nicht gleich Schule
Ein Text von Joachim Dikmayer, Diplom-Kulturwissenschaftler& Galerist
Vor allem wenn es um Malerei oder Bildende Kunst geht.
Als ich 2011 die Urväter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, zunächst Ernst Fuchs und später Arik Brauer, in ihren Ateliers im Phantastenmuseum Wien kennenlernte, war eines klar: Sterne am Himmel kommen und können schnell im Universum „verglühen“.
Immer wieder konnte ich in Kunstkreisen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und weiteren Ländern Europas feststellen, dass die Wiener Schule und deren nächste Generation so gut wie nicht bekannt war. Einzelne Künstler schon, wie Fuchs und Hausner.
Vor einigen Jahren sagte ich im Interview mit einem österreichischen Radiosender, der von der ART Innsbruck berichtete: „Ein Berliner Galerist holt die weltweit berühmte Schule nach Österreich zurück“.
Bei den Großmeistern und Gründern dieser weltberühmten Richtung gab es diese Einordnung nicht. Ernst Fuchs sagte mir, dass er den Begriff „Wiener Schule“ nicht gut findet. Arik Brauer wollte die Dinge nicht so malen, wie man sie sieht, sondern was hinter ihnen steckt. Sein Ziel war es, die Welt mit all ihren positiven und auch negativen Facetten zu zeigen. Das Malen war für ihn eine Art "waches Träumen".
Wie dem auch sein. Die Kunstwissenschaft und Medien haben dafür gesorgt, dass man es so übernommen hat und umschreibt.
Der von Johann Muschik in den 1950er Jahren geprägter Begriff kann als eine Strömung in der österreichischen Kunst angesehen werden. Sie steht dem Surrealismus nahe und beschreibt die wichtigste Richtung des phantastischen Realismus. Die Malweise wirkt nicht abstrahierend oder abstrakt, sondern orientiert sich an der technischen Perfektion der Alten Meister, wie Bottichelli, da Vinci, Donatello, van Eyck, Dürer, Michelangelo u.a.
Die Motive sind phantastisch-unwirkliche Kreationen, manchmal mit schockierenden, apokalyptischen Inhalten, oft mit einer Orientierung am Manierismus. Ab der ersten gemeinsamen Ausstellung im Wiener Belvedere 1959, der bald weitere Ausstellungen auch im Ausland folgten, erzielte die Wiener Schule ihren Durchbruch zu internationaler Rang. Eine besondere Breitenwirkung erreichte ihre Kunst über Druckgrafiken in großer Auflage sowie durch zahlreiche Schüler.
Selbst die Bilder Caspar David Friedrich, der zurzeit mit großen Ausstellungen zu seinem 250 Jahre Jubiläum gefeiert wird, gehört zu deren Inspiration.
Auch heute stellen sich Künstler und nachfolgende Künstlergeneration, der sogenannten the next generation, wie Rainer Stern, Peter Gric, Fritz Jantschka, Peter Proksch, Otto Rapp und Michael Fuchs selbstbewusst hinter der technisch perfekten und feinsinnigen Malereien der Altmeister und Romantik. Sie orientieren sich mit Humor und Ironie an den Werken der Gründern der Wiener Schule Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rudolf Hausner, Anton Lemden.
Siehe Abb. 1
Im Kern geht es ihnen darum, sich von anderen Kunstströmungen, wie der ungegenständlichen Kunst abzuheben. Sie nicht zu negieren, sondern davon zu lernen und den ästhetischen Wert weiter zu entwickeln. Gerade in den 50iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts war das ein mutiger Schritt, denn ideologisch wollte man sich nicht am Naturalismus der National-sozialisten erinnert wissen.
Daher habe ich mit Erich Peichl, Chef des Phantasten Museums Wien, ein Konzept besprochen und deren Vertreter zu einer ersten zusammenhängenden Preview mit 50 Kunstwerken im Herbst 2011 für 6 Wochen nach Berlin Mitte in meine Galerie auf der Fischerinsel eingeladen. Die Ausstellung war ein großer Erfolg. Siehe Abb. 2 & 3
In den Folgejahren, ab 2013 prägte jede Sonderschau der Galerie Dikmayer Berlin | Hauptstadt Galerie, auf der ART Innsbruck und später ARTfair Innsbruck das Spezial „Neue Positionen gegenständlicher, abstrakter und phantastischer Kunst“. Besonders auch auf der bevorstehenden ARTfair 2024. Siehe Abb. 4
Neben Ernst Fuchs, Arik Brauer, Rainer Stern und Rita Stern versammelten sich im Laufe der Jahre Künstler der Galerie, wie Jens Fasel, Klaus Grape, Torsten Gebhardt, Hartwig Jacoby, Bernd Schiller, Jutta Maria Clemens, Yvonne Bautz, Peter Kurgan, Erwin Lehrmann und Gisela Lehmann, um einige stellvertretend für alle zu nennen.
Insgesamt kommt die Galerie auf 13 Sonderschauen, zählt man die diesjährige dazu. 2-mal hintereinander war sie auf der ART Salzburg vertreten. Besonders 2019 zum Thema „100 Jahre Bauhaus“, gab es ein erfolgreich präsentiertes Special in Kooperation mit dem weltweit angesagten „Henry van der Velde Museum - Haus Schulenburg Gera“ mit Original Möbeldesign von Marcel Breuer und Malerei von Bernd Schiller. Das Museum ist diesjähriger Gewinner des „Europäischen Kulturerbe Preises / Europa Nostra Award 2024“. Siehe Abb. 5 & 6
Und hier liegt das Besondere und das Konzept der kuratierten Sonderschauen zu den ART Innsbruck Messen: Strömungen, Stile, Einordnungen, Schulen in der Bildenden Kunst bilden kein Dogma, sondern sind für die Künstler geistige und schöpferische Inspirationsquelle.
Autor: Joachim Dikmayer, Berlin
DIE KREATVITÄT ALS GRÖSSTE EXISTIERENDE REBELLION
ARTfair Special 2023
Universität Pécs/Ungarn – Fakultät für Musik und bildende Künste
Die Fakultät für Musik und bildenden Künste der Universität Pécs wird in erster Linie durch das Konzept Gesamtkunstwerkes geprägt, welches unter den ungarischen Universitäten einzigartig ist. Dieses Konzept betont die Vielfältigkeit der Kunst, die Gedanken der ausgestellten Werke und die verschiedenen technischen Lösungen. Die führenden Professoren, Studenten und Künstler der Fakultät aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Keramikkunst, Grafik-Design und elektrische Medienkunst, werden ihre Arbeiten vorstellen. Traditionelle und erneuerte Techniken werden in den ausgestellten Werken präsentiert.
In den Studiengängen des Institutes für Musik kann man klassische Musik studieren, aber in naher Zukunft wird auch das Jazzstudium angeboten. Für einige sind bestimmte Richtungen der zeitgenössischen Musik „zu modern, schwer zu verstehen und wahrzunehmen“. Dieses Vorurteil möchte die Universität Pécs mit den aufzuführenden Musikstücken und in professioneller Aufführung widerlegen. Die musikalische Welt der zeitgenössischen Kompositionen ernährt sich – die musikhistorischen Traditionen gleichzeitig beibehaltend – aus dem Geist der Gegenwart, der gesellschaftlichen Phänomene und die Fragen des Alltags werden als Themen aufgegriffen.
Im Mittelpunkt des musikalischen Programmes stehen Werke von ungarischen und internationalen Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts in der Aufführung von Kammergruppen. Die Gruppen werden mit Improvisationen auf die von der Fakultät ausgestellten Gemälde, Skulpturen und Installationen musikalisch reflektieren.
Der moderne Tanz ist ein neuer Bereich im Bildungsportfolio der Fakultät für Musik und bildende Künste, aber der Ursprung reicht bereits 60 Jahre zurück, zur Gründung des „Pécsi Balett“-s (Ballett Pécs). Ihre Performance umwandelt die Empfindungen, Stimmung von Musik und der ausgestellten Werke in Bewegung.
Die Installation des Lehrstuhls Design ist mit dem Jubiläum „Petőfi 200“ verbunden. Sándor Petőfi war einer der bedeutendste Dichter der Reformzeit, hatte eine wichtige Rolle während der ungarischen Revolution und dem Freiheitskrieg 1948-49. Ungarn widmet ihm, anlässlich seiner Geburt vor 200 Jahren , Programme im ganzen Jahr.
Eine der wichtigsten Stellen der gesellschaftlichen Treffen war das Café. Angeschlossen an dem Gedankenkreis „Reformzeit“ von „Petőfi 200“, weiterhin in Interaktion mit dem geplanten Thema Gastronomie, möchte die Universität Pécs die Installation „Café“ auf der ARTfair Innsbruck 2023 vorstellen.
Der Stand der Fakultät für Musik und bildende Künste muss man sich als die "Welt eines Cafés" vorstellen, die die zentrale Inspiration einer speziellen absurden künstlerischen Ausdruckform darstellt. Aus diesem grundgelegten Aspekt stellt sich die Universtität Pécs vor und die künstlerischen Ideen werden dazu Anschluss finden. In der Verwirklichung sind Integrationen zu erkennen, die die Geistigkeit der Professoren und Studenten würdig vertreten. Es ist ein einfacher Ausgangspunkt, bietet aber viele Möglichkeiten zur Assoziation.
Die Szene eines Cafés, als Treffpunkt für das Gesellschaftsleben, für Künstler und Intellektuelle ermöglicht die befreiende Verbindung zwischen dem Dasein oder der Anwesenheit und dem eigentlich ferner liegenden Schauplatz. Es ist besonders interessant auf einen fernliegenden Ort zu reflektieren, der in der Jetztzeit physisch nicht mehr existiert. In diesem Sinne kann es als visuelleren Beleg in moderner Form erscheinen, der die Befreiung und die Darstellung begründet. Die Universtität Pécs refeklektiert auf die anziehenden Parallele des Alltags, die das ewige Dasein der Jünglinge von März (Bezeichnung von jungen Männern in der Revolution in 1848) in unserem alltäglichen Leben greifbar macht.
Was ist Kreativität und was verbindet die Kunst mit der Gastronomie und der allgemeinen Kunst, das kann man laut Ákos Lokodi – unter anderen – mit zwei Zitaten erläutern:
„Die Kreativität ist die größte existierende Rebellion. Wenn du etwas erschaffen willst, muss du alle in dir erzogene Überzeugung loslassen, ansonsten wird deine Kreativität nicht anders als eine Kopie, nur eine Indigo-Durchschlag. Du kannst nur kreativ sein, wenn du eine Persönlichkeit hast.“ Osho
„Es gibt kein durch Regeln steuerte Kreativität. (…) Wenn wir in der Kreativität Regeln suchen, ist es so, als ob wir den Verstand vom Körper trennen wollten.“ Frank Herbert
Man könnte sämtliche Stichwörter auflisten, die jemals die Gastronomie und die Kunst beeinflusst, zum Bespiel „Verspieltheit“ „Humor“, „Demut“, „Ausdauer“, „Erneuerung“, „Proportionalität“ usw.
Die in ARTfair vorgestellte Gastrokonzeption kann mit drei Wörtern beschrieben werden: „Kreativität – Proportionalität – Neuerfinden“.
Wie anders könnten #die meist charakteristischen Zutaten der ungarischen Küche gezeigt werden, besonders auf internationaler Bühne, wenn die Kunstwerke einer frischen, sich zu neuerfinden bereiten, mit schöpferischer Energie geladenen, auf internationales Niveau stehenden Fakultät mit Gastronomie ergänzen versuchen?
"Ich bin der Meinung, dass mit angemessener Offenheit nicht nur toleranter, sondern auch reicher werden."
Ákos Lokodi – kreativer Chef
EXPLORATION
OF DIMENSIONS
KI - NFTs
Artfair Special 2023
Die Künstlerische Möglichkeiten der 3D-Digitaltechnologie
by Atila Atila




Der KI-Künstler und Experte Atila Atila lädt auf der 27. ARTfair Innsbruck zur Exploration of Dimensions ein: einer Reise durch 3D-Digitalwelten.
In diesem Kunstprojekt geht es darum, die künstlerischen Möglichkeiten der 3D- und KI-Digitaltechnologie zu erkunden und die Zuschauer auf eine faszinierende Reise durch virtuelle Welten mitzunehmen. Das Konzept basiert auf den folgenden Kernideen:
1. Multisensorische Erfahrung: Ansprache aller Sinne
2. Themen der Transformation: Kunstwerke können Veränderungen, Metamorphose und Transformation von Naturphänomenen oder menschlichen Erfahrungen darstellen.
3. Virtuelle Realitäten: Nutzung von Virtual-Reality-Technologie (VR), um den Betrachtern ein möglichst immersiveres Erlebnis zu bieten.
4. Kollaboration mit Technologie: Künstler arbeiten mit Experten für 3D-Digitaltechnologie zusammen, um einzigartige Kunstwerke zu schaffen.
5. Interaktion mit dem Publikum, was einen wichtigen Bestandteil darstellt.
6. Digitale Nachhaltigkeit: auch digitale Kunst ist dauerhaft.
NFTs
Die Verbindung zwischen 3D-Kunst und NFTs (Non-Fungible Tokens) hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. NFTs sind digitale Zertifikate, die die Eigentumsrechte an einem einzigartigen digitalen Asset, sei es ein Bild, ein Video, eine Musikdatei oder sogar eine 3D-Skulptur, repräsentieren.
Digitale 3D-Kunstwerke als NFTs
Künstler können ihre 3D-Kunstwerke in Form von NFTs auf Blockchain-Plattformen wie Ethereum erstellen und verkaufen. Dies ermöglicht es ihnen, digitale Skulpturen, Modelle und Animationen als einzigartige digitale Vermögenswerte zu tokenisieren und an Sammler zu verkaufen.
Echtheitszertifikate
NFTs dienen als digitale Echtheitszertifikate für 3D-Kunstwerke. Jedes NFT enthält Metadaten, die Informationen über das Kunstwerk, den Künstler und die Transaktionshistorie enthalten. Dadurch wird sichergestellt, dass das Kunstwerk authentisch ist und der Künstler die Originalquelle besitzt.
Künstlerische Autonomie
Künstler können ihre 3D-Kunstwerke als NFTs verkaufen, ohne auf Galerien oder Mittelsmänner angewiesen zu sein. Dies bietet Künstlern mehr kreative Freiheit und Kontrolle über den Verkaufsprozess und die Preise ihrer Werke.
Sammlermarkt
NFTs haben einen neuen Markt für digitale Kunst geschaffen, der von Sammlern und Investoren genutzt wird. Einige NFT-Kunstwerke haben auf dem Markt hohe Preise erzielt, und Künstler können von den Wiederverkäufen profitieren, da sie oft eine Beteiligung an den Folgeverkäufen erhalten.
Dezentrale Natur
Die Blockchain-Technologie, auf der NFTs basieren, gewährleistet die Dezentralisierung des Kunstmarktes. Dies bedeutet, dass Kunstwerke und Transaktionen sicher und unveränderlich aufgezeichnet werden, ohne dass eine zentrale Behörde erforderlich ist.
Interaktive 3D-Kunst
Einige Künstler nutzen NFTs, um interaktive 3D-Kunstwerke zu erstellen. Diese Kunstwerke können in virtuellen Welten oder Augmented-Reality-Anwendungen erlebt werden, wodurch ein völlig neues Kunst- und Sammlererlebnis entsteht.
NFTs haben zweifellos die Art und Weise verändert, wie digitale Kunstwerke geschaffen, verkauft und gehandelt werden, und bieten Künstlern neue Möglichkeiten, ihre kreativen Werke zu monetarisieren und zu teilen.
POSITIONEN REALISTISCHER & PHANTASTISCHER KUNST IM INTER. KONTEXT
ARTfair Special 2023
Galerie Dikmayer, Berlin/DE
Die Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur im Sinne der Berichterstattung genutzt werden unter Angabe der ausstellenden Galerie @Galerie Dikmayer
Zum wiederholten Male präsentiert der Galerist Joachim Dikmayer ein kuratiertes ART Special zum Thema „Phantastischer Realismus“.
Die Galerie Dikmayer aus Berlin arbeitet sehr eng mit dem Haus Schulenburg Gera zusammen. In diesem beeindruckenden Ambiente finden wechselnde Ausstellungen statt und im Mittelpunkt steht stets die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwartskunst. Einige Künstler der Galerie waren bereits in Kabinett - und Einzelausstellungen im Museum vertreten, weitere werden folgen
In den vergangenen Jahren waren u.a. die wichtigsten Vertreter der in aller Welt bekannten aus Österreich kommende Wiener Schule des Phantastischen Realismus, wie z.B. Ernst Fuchs oder Rudolf Hausner, und deren Nachfolger zu sehen.
„Das Konzept der Galerie ist es, zeitgenössische und aktuelle Kunst in den Focus des Geschehens zu bringen und an einem herausragenden Standort des Kunsthandels wie der ARTfair Innsbruck zu präsentieren. Wir versuchen, Kunst zwischen Gegenstand und Abstraktion auszustellen. Ein Dogma gibt es dabei nicht, die Werke sollen einen hohen ästhetischen Anspruch und vor allem Qualität ausdrücken“, resümiert Dikmayer.
Hier sehen Sie ein Video über Bernd Schiller und seine Kunst: Ausbruch - ein Kunstwerk von Bernd Schiller























































































































































































































